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Sonntag, 24. Juli 2016

Scooterliebe oder die urbanen Asphaltpisten als Generationentreff

 
Alles was mindestens 2 Räder hat finden meine Jungs toll. Fahrrad, BMX und Skateboard und das absolut nicht zu toppende Sahnehäubchen ist der
 
Scooter
 
 
Ich bin in einer Zeit groß geworden, in der Roller fahren ab einem bestimmten Alter total uncool wurde. Paahhh! Das war dann was für Babys. Fahrräder dagegen waren wertvolle und seltene Luxusgüter  und nur den großen und coolen vorbehalten. Allerdings gab es zu meiner Zeit noch keine Trickroller, sondern nur luftbereifte Exemplare, die zudem mit Gepäckträgern (heutzutage ein absolutes NoGo bei den Kids) ausgestattet waren.

 
Seit es in unserem Ort eine Pumptrack gibt, verbringen die Jungs einen Großteil ihrer Freizeit dort, treffen sich mit Gleichgesinnten und drehen unermüdlich ihre Runden, und versuchen den großen Jungs Tricks zu entlocken.
 
 
Trockenübungen für den Tailwhip kann man überall machen.
 
 
Damit man auch in der Stadt Freude an seinem Fahrzeug haben kann, muss man sich Strecken suchen, die auch von der Rollator-Generation gerne genutzt werden. Die glatten, ebenen ungepflasterten Beläge sind von alt und jung gleichermaßen heiß begehrt. Das Konfliktpotential ist hoch sollte man meinen, wenn ältere auf wackeligen Beinen stehende und hilfsbedürftige Seniorinnen auf junge und dynamische FlitzerInnen treffen.
 
 
Schön sind sie nicht unbedingt, die zuasphaltierten Wege und Straßen, dafür leise und rollerfreundlich.
 
 
 Die urbanen Asphaltpisten sind Generationentreff. 
 
 
Hier gesellen sich zu den oben genannten Gruppen oft noch Damen hinzu, die aufgrund eines Reflexes, das wohl einem dominanten 2. X-Chromosom geschuldet ist, Fußbekleidung überziehen, die mit einem hohen schlanken Turm unter der Ferse versehen ist. Glücklicherweise gibt es von dieser Spezies Frau nicht ganz so viele Exemplare, und da sie zumeist zu anderen Uhrzeiten unterwegs sind, sind Konfrontationen äußerst unwahrscheinlich.
 

Die Hose - ein Täschling 2.0 - habe ich hier schon einmal vorgestellt, und ich hoffe sehr, Euch mit der Tatsache, daß auf meinem Blog fast nur Täschlinge zu sehen sind, nicht zu langweilen.


Alles alte Hüte hier, auch das Shirt ist bereits im letzten Jahr entstanden, darf aber hier gerne zum ersten Mal bestaunt werden.
 

Ich liebe diesen Stoff von Nosh-Organics, sowohl das Motiv, als auch die wunderschöne Farbkombination, die sich in einem perfekten Farbton präsentiert.
 
 
Das Bloggen kommt gerade etwas zu kurz, auch die Arbeit am "Geheimling" musste pausieren. Ich habe die "Näh-Blase", die neben meiner Familie lange Zeit mein Zuhause war, verlassen und mir eine kleine Auszeit gegönnt. Das Leben 1.0, die Erweiterung des Horizonts und das Bedürfnis mich mit anderen Dingen zu beschäftigen, ihr wisst schon, was ich meine.
 
 
Habt einen schönen Start in die neue Woche und

Liebe Grüße
Heike

Schnitte und Material:
Shirt: welches Shirt aus der Ottobre war das noch mal?
Jersey von Nosh Organics
Hose: "Täschling 2.0"
 
 
 
 

Dienstag, 17. Mai 2016

"Sew my Pattern", die erste

oder ein Tauschkonzert der besonderen Art.


Annika von Nähconnection hatte mal wieder eine grandiose Idee, die da heißt:

SEW MY PATTERN
 
7 Designer stellen 12 Schnittmuster vor, die in 2 Runden mit ganz viel Liebe zum Nähen hergestellt und vorgestellt werden. Mein erster Beitrag zu dieser Aktion ist  die Small Fry Skinny Jeans von Titchy Threads.
 
 
 
Für mich war die Hose in vielen Bereichen echtes Neuland, aber genau das hat mich daran besonders gereizt. Vor Reißverschlußschlitzen, Knopflochgummi und Kappnähten habe ich mich bisher erfolgreich gedrückt. Meine Neugier und der Drang neues auszuprobieren haben jedoch gesiegt.

In der Produktbeschreibung heißt es:

"Eine Jeans ist ein wenig wie der heilige Gral für uns Näherinnen. Mit diesem tollen Schnitt wird der heilige Gral erreichbar. All die kleinen Details, die außer einer normalen Hose eine Jeans machen sind enthalten: Kappnähte, Bund, Passe, verschiedene Taschen, ein Reißverschlussschlitz oder Halbschlitz, Gürtelschlaufen usw. Kein super schnelles Nähprojekt, aber eines das dich mit Stolz erfüllen wie sonst nur wenige. Jeder Schritt ist mit Bild und Text erklärt und so wird das Unmögliche möglich."

 
Es war kein schnelles Nähprojekt, aber der Aufwand hat sich gelohnt.
 
 
Die Hose bringt alles mit, was man von einer Jeans, die man im Laden kaufen kann, erwartet, mit dem unschlagbaren Vorteil, daß sie selbstgenäht ist.
 
 
Damit die Hose auch lange passt, habe ich sie auf Zuwachs genäht. Dank des verstellbaren Knopflochgummis im Hosenbund ist das kein Problem und die Hose wächst lange mit.
 

Ich habe mich an die Stoffempfehlung gehalten und einen Stretch-Jeansstoff verwendet, den ich von einem anderen Projekt übrig hatte. Erhältlich in Coupon-Format bei meinem Lieblings-Hosenstoff-Holländer, der regelmäßig auf dem Stoffmarkt seinen Stand hat.
 
 
Leider mag meine Nähmaschine das etwas dickere Jeansgarn nicht, deshalb habe ich die Nähte mit dem 3-fach-Geradstich abgesteppt, weil ich den Kontrast so gerne habe.
 
 
In den Shops von Rapatinchen, Näh-Connection, Sewera, Elle Puls, AnniNanni, KEKO Kreativ könnt Ihr unter Verwendung des Rabatt-Codes sewmypattern16 sämtliche Ebooks mit 15% Rabatt bis zum 22.Mai bestellen. Meine Täschlinge könnt Ihr ausschließlich  per Email und nur innerhalb Deutschlands bestellen.  Insgesamt werden 12 Schnittmuster vorgestellt, die in 2 Runden gebloggt werden. Die Chance auf einen 20%-Rabattcode erhaltet Ihr, wenn Ihr die in den Blogbeiträgen versteckten Buchstaben zum Lösungswort zusammenfügt. 
 

Schnitte:
Shirt: "streng Geheimling" in Planung, modifiziert
Hose: Small Fry Skinny Jeans von Titchy Threads.
 
 
Und hier geht es zu den anderen Beiträgen der ersten Runde:
 
 
 
 
 
 
 
Ich wünsche Euch ganz viel Erfolg und
Liebe Grüße
Heike
 
 

 
 
 

Dienstag, 8. Dezember 2015

Ein Organizer für E.,

weil er so angetan war von Mamas Organizer.
 
Es gab keinen Anlass dafür, E. hatte weder Geburtstag noch Namenstag. Auch der Nikolaus, hatte andere Dinge in seinem Stiefel deponiert. Er hat ihn einfach so bekommen. Ich benähe meine Kinder immer anlasslos.
 
 
Den Prototyp habe ich etwas abgewandelt und seinen Bedürfnissen angepasst: Stifte, Sammelkarten, Hausaufgabenheft, DinA5-Block sollten auf jeden Fall reinpassen.
 
 
Die Schiffsplanken passen thematisch sehr gut, farblich nicht ganz so gut zum Weltkartenstoff. Aber die Kombination ist immer noch akzeptabel. Es war die beste Auswahl, die meine riesige Stoffsammlung, die meiner Stoffsammelleidenschaft geschuldet ist, hergegeben hat.
 
 
Etwas muss ich noch üben, die Falte, die sich in der inneren Mitte gebildet hat, könnte vielleicht dadurch verhindert werden, wenn man das Innenteil etwas kürzer macht und auf Zug annäht.
 
 
Diesmal habe ich das SnapPap sehr viel sparsamer eingesetzt.
 
 
Vorne musste natürlich Europa drauf.
 
 
Raum für 6 Stabilos, die der Nikolaus gebracht hat, und für die besten Sammelkarten in der Sammlung. 
 
 
"Oh klasse Mama, da passen ja immer 2 Stifte rein!"
 
 
Er hat sich sehr gefreut und seinen Organizer gleich in Beschlag genommen.
 
 Euch einen schönen Creadienstag und
Liebe Grüße
Heike

Bezugsquellen: Weltkarten-Stoff von Karstadt, restliche Stoffe aus dem Fundus
"SnapPap", das vegane Leder von Snaply
Schnitt: selbstgebastelt
 
 
 

Freitag, 13. November 2015

Ein spontaner Blogbeitrag


Eigentlich war dieser Post nicht geplant. Doch wie das so ist im Leben, kommt vieles anders als man denkt. Zu unserer Lieblingsjacke habe ich ja bereits einen Post verfasst, doch jetzt will ich sie in einer anderen, neuen Kombination zeigen.
Die Hose lag lange zugeschnitten da, und irgendwie haben mir die passenden Stoffe für Taschen und Bündchen gefehlt. Von der Jacke hatte ich noch etwas Bündchen übrig, und als ich es zusammengehalten habe, hat es "KLICK" und "BING" gemacht, und ich wurde erleuchtet.


Die Jacke mit der umlaufenden Streifenversäuberung und dem Dufflecoat-Verschluss erinnert dezent an einen traditionellen Janker. Ein guter Grund für mich, auch bei der Hose - mit Trachtenknopf und Vichykaro - in dieselbe Stilkiste zu greifen .


Die Hose war schnell fertiggestellt.

 
Entschuldigt bitte das folgende Eigenlob und haltet Euch die Nase zu, aber Die Kombi ist der Hammer !!!


Beides ist noch etwas groß, das ist lässig und wir können uns noch ganz lange daran erfreuen.
 

Ich wünsche Euch ein schönes und erleuchtendes Wochenende

Liebe Grüße
Heike

Bezugsquellen: Vintage-Sweat aus 100%BW und passendes Bündchen "petrol" in Bio-Qualität von Eulenmeisterei
Stretchcord in Senfgoldgelb war ein Schnäppchen bei Karstadt
Vichykaro aus meinem Fundus
Schnitte: "Huntsman" Ottobre 6/2013, abgewandelt
Hose: Täschling  2.0

linked: made4boys

Dienstag, 20. Oktober 2015

Die Superukulele aus dem Plotter

Mit ein Grund, warum ich mir einen Plotter zugelegt habe, ist die Möglichkeit ganz individuelle Ideen umzusetzen. Und das nicht nur für Textilien, sondern auch für Geschirr, Grußkarten, Einladungen. Wände kann man gestalten und Mobiliar, Spiegel und Autos verzieren. Ein neues Universum eröffnete sich mir mit dem Erwerb eines Schneidplotters.
 
 
Noch bewege ich mich im Textilbereich, doch gibt es genug Ideen für andere Einsatzbereiche dieser Wundermaschine.
Beim Applizieren auf Kleidungsstücke stößt man sehr schnell an seine Grenzen, wenn es darum geht filigrane Objekte auf den Stoff zu bringen. So ist es mir bei diesem Specht ergangen, die Arbeit war sehr grenzwertig. Und die Zeichnung eines Kindes ist mit dieser Technik unmöglich aufs Shirt zu bringen.
 
 
Zu sehen ist eine Superukulele mit sage und schreibe 6 Hälsen!!!

Inspiriert durch die kleinen gelben Wesen (Minions genannt), die alle Kinderherzen höher schlagen lassen, und seine Affinität zu Saiteninstrumenten, haben den kleinen Peterling zu diesem Bild inspiriert. Mehrere Zeichnungen sind entstanden, aber nur dieses konnte ich vor dem erneuten Übermalen retten.
 

Das Shirt ist aus einem eisblaumelierten Jersey, den ich bei Alles für Selbemacher entdeckt habe. Er ist mein absoluter Lieblingsjersey im Bereich "Jersey, ungemustert", so dass ich noch einmal nachgeordert habe. Shirts, Unterhosen, Saumabschlüsse, Fakepaspeln, Tascheneingriffe, überall findet er Verwendung, weil er so wunderbar zu allen Farben passt, und ganz besonders gut passt er zu gelb. Leider ist er in diesem Farbton ausverkauft, und ich ärgere mich, dass ich nicht noch mehr davon geordert habe.


Die tatsächliche Farbe ist nur schwer einzufangen und wiederzugeben.





 
 Die Idee zum Plotten von Kinderzeichnungen hatte ich schon länger, habe es aber als nicht machbar kategorisiert und wieder vergessen. Bis ich die Umsetzung dieser Idee bei Aennie gesehen habe. Ihr Sohn kann phänomenal gut zeichnen, und Aennie hat das nicht weniger gut umgesetzt.
 
 
Der Plotter hat fast eine Stunde gebraucht, um dieses Kunstwerk zu schneiden, und genauso lang habe ich gebraucht, um das Kunstwerk zu entgittern. Ich muss gestehen, dass ich es nicht zu Ende gebracht und die ganz filigranen Teile der Superukulele nicht entgittert habe. Der Plot ist nur aufgebügelt und hält bis jetzt auch nach mehrmaligem Waschen ziemlich gut.
 
 
Mit dieser Kinderkunst schaue ich mal wieder bei Julia vorbei. Immer Dienstags sammelt sie Kunstwerke der kleinen Künstler.
 
Habt eine schöne Restwoche und Liebe Grüße
Heike
 
Schnitt Hose: Täschling mit Elementen des 2.0 von mir
Schnitt Shirt: gebastelt
 
 linked: Philuko

Freitag, 25. September 2015

Stoffabbau und Resteverwertung

Manchmal überkommen mich regelrechte Panikattacken, insbesondere dann, wenn sich Besuch ankündigt, so, wie für dieses Wochenende. Da hat man sowieso schon einen Berg Arbeit vor sich,  der stetig höher wird, dann ist das Letzte was man gebrauchen kann eine Geburtstagsfeierlichkeit in den eigenen 4 Wänden. Wie eine Kontinentalplatte, die auf eine andere driftet und sich langsam zu einem Berg auffaltet (die Anden sind so entstanden) wächst die Arbeit bis sich die Spannung in einem Erdbeben entlädt.
Am höchsten ist die Spannung, wenn man wild umherwuselt mit tausend Gedanken im Kopf, was denn noch alles zu tun sei, und womit man am besten beginnen solle:
 
"wie soll ich das alles schaffen?"

Dann fange ich mit der schlimmsten Ecke an und beginne gedanklich Abstriche zu machen: Das Fenster im Schlafzimmer bekommt eh niemand zu Gesicht, aber die Terrassentür in der Küche sollte von den Handabrücken der Kinder befreit werden (innerlich nehme ich mir vor, den Kindern das Türen öffnen ohne Handabdrücke zu hinterlassen beizubringen).
So geht das eine Zeit lang bis ich an meinem Nähplatz angekommen bin (da bin ich immer ganz früh, weil das eine der schlimmsten Ecken ist):

"Wohin mit all den Stoffen, insbesondere den Stoffresten?"
 
Und was macht Ihr mit den ganzen Stoffresten? Na, Vernähen natürlich! Also schnell ein SM rausgekramt und losgeschnippelt. Jetzt ist es aber so, dass man für dieses SM, das ich mir ausgesucht habe, die Overlock etwas umrüsten muss: die linke Nadel entfernen, eine Garnrolle neu einfädeln und neue Einstellungen vornehmen. Das lohnt sich nicht für 3 Unterhosen, als noch mal schnell 2 zugeschnitten,  und da das Kind auch Unterhemden braucht, und diese auch mit dem 3-Faden-Flatlockstich zusammengenäht werden können (Jippiieh), habe ich davon auch noch 2 zugeschnitten. Dann musste ich feststellen, dass die Restekiste nur unmerklich an Füllung verloren hat, so daß ich noch einmal 3 Unterhosen und 2 Unterhemden zugeschnitten habe.
 
 
 


Beim Aufräumen in meiner Plotterecke bin ich auf diesen Plot gestoßen und ich hoffe sehr, dass die Stelle, die ich für ihn auserwählt habe, nicht ganz so ungünstig ist, wie ich befürchte. Es wird sich zeigen.

 
Ich finde sie geben so ein schönes Bild ab, aber wie rücke ich sie in ein gutes Licht?
Vielleicht hätte ich sie besser bügeln sollen, aber dafür fehlt mir definitiv die Zeit!
 
 
So?
 
 
Oder so?
 

Oder vielleicht so?


Ach ja, habt Ihr's bemerkt? Meine Kommode erstrahlt auch in neuem Glanz. Doch dazu mehr in einem anderen Post.

Habt einen schönen Abend
und ganz liebe Grüße, Heike


Schnittmuster: "Peters Hugo"
Stoffe: Restekiste