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Freitag, 19. Februar 2016

Das war eine lange ungeplante Blogpause, weil...

...das Leben 1.0 uns voll im Griff hatte.

Es gab viel zu tun:
Entscheidungen treffen für die Zukunft, Weichen stellen und an Stellrädchen drehen, das kostet viel Zeit und auch Kraft, zumal man ja den Anspruch hat, genau die richtigen Entscheidungen treffen zu wollen. Recherchieren, Informationen sammeln und filtern, und Termine wahrnehmen. Zusätzlich zur Alltagsroutine hat mich diese Beschäftigung vollkommen in Anspruch genommen.


 
Die Abende sind ausgefüllt mit Gutenacht-Ritualen, wobei das Vorlesen einen nicht unwesentlichen Zeit-Anteil einnimmt. Ich bin froh, dass wir die "Drache Kokosnuss"- Phase hinter uns haben, und wir uns endlich auf  anderer literarischer Ebene bewegen. Vor Wochen bereits habe ich uns Lewis Carrolls "Alice im Wunderland" in der ersten deutschen Übersetzung mit den Originalzeichnungen von John Tenniel im Fachgeschäft besorgt.
 
 
 
Anfangs war ich skeptisch, ob die Geschichte in dieser leicht angestaubten (und in unseren Ohren antiquierten) Sprache bei den Kindern ankommen und verstanden wird. Doch meine Sorge war unbegründet denn Peterling liebt - auch wenn er noch nicht alles versteht - die Figuren um das neugierige, kluge und aufgeweckte Mädchen sehr.


Aus meiner Kindheit ist mir die Grinzekatze am besten im Gedächtnis geblieben. Was liegt da näher, als einen wunderschönen, motivfreien und sehr weichen Interlock von Cloud9 zu verwenden, und das verrückte Wesen - zum Zeichen tiefster Anerkennung - darauf zu verewigen? Die Stoffe dafür durfte ich mir (im Rahmen meiner Tätigkeit als Stofftesterin) in der Eulenmeisterei aussuchen, was sich mitunter als nicht einfach gestaltet, da die Anzahl der Stoffe dort, die meinem Beuteschema entsprechen, recht hoch ist.
 
 
Die 3 verwendeten Jerseys in Bio-Qualität (kbA und GOTS-zertifiziert) sind von Cloud9 und passen wunderbar zusammen: "Sprout" ist ein Uni-Interlock in einem wunderbaren Gelbton, der sich "citron" nennt. Heller als viele Senftöne, die für meinen Geschmack oft zu sehr in die Nuance Orange/Apricot abdriften, finde ich diesen Farbton richtig schön, einfach perfekt. Ein richtig schöner Farbton, der mich in höchste Schwärmerei versetzt. Passend dazu habe ich mir die Kombi-Partner "Stripe Citron" und "Diamonds Citron" - die nicht weniger schön sind  - ausgesucht. Leider gibt es meines Wissens noch viel zu wenig Hersteller, die solche gut kombinierbaren Jerseys in einer breiten Palette und in dieser Qualität anbieten.
Das Motiv ist eine Mischung unterschiedlicher Techniken: Die Katze ist appliziert und das Zitat mit dem Plotter geschnitten und aufgebügelt. Dank Google habe ich eine Vorlage gefunden, die ich leicht modifiziert als Katzenkörper verwenden konnte.


Das breite Grinsen ist nach einer eigenen Skizze entstanden, wobei der ausgefallene Zahn auf ein Missgeschick meinerseits zurückzuführen ist, und ursprünglich so nicht angedacht war.


Für alle, die den Plot nicht so gut erkennen können:
 
"I am not crazy
my Reality is just different from yours"
- Chesire Cat -

Ich wünsche Euch ein schönes und verrücktes Wochenende

Liebe Grüße
Heike

Bezugsquellen: CLOUD9 Uni Bio Interlock Jersey "Sprout" ,  CLOUD9 Bio Interlock Jersey "Diamonds Citron" und CLOUD9 Bio Interlock Jersey "Stripe Citron" von Eulenmeisterei
Schnitte:
Hoodie:"streng Geheimling" in Planung
Hose: "Täschling 2.0"

linked: ich näh bio

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Die rechtlichen Bestimmungen schreiben leider vor, dass ein solcher Post als *Werbung* gekennzeichnet wird. Aber, wer mich kennt weiß, dass ich für nichts Werbung mache, hinter dem ich nicht auch voll und ganz stehen kann. Ich habe diesen Stoff unentgeltlich für diesen Zweck zur Verfügung bekommen. Aber ich habe auch Material (Garn, Flockfolien) und viel Zeit dafür investiert, diesen Post zu verfassen, Fotos zu machen und zu bearbeiten. Ganz einfach, weil es mir Freude bereitet.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Achtung RUMS #3

und ein Organizer für mich.
 
 
Wie bereits hier zu sehen und zu lesen, ist dieser Canvas "Bear Flight" einer meiner absoluten Lieblingsstoffe  für die Bereiche Homewear und Accessoires: die in Formation fliegenden Zugvögel, die Farbkombination mint und natur, die Textur des grob gewebten Stoffes und die gute Qualität harmonieren ganz wunderbar.


Dafür hat mich das SnapPap Nerven gekostet: Es ist störrischer als ein Esel, so dass ich meine liebe Not hatte, das Material zu verarbeiten. Beim nächsten Organizer werde ich das Material sparsamer einsetzen. Es ist ein tolles Material mit einer schönen Optik, und für viele Einsatzbereiche eine gute Alternative zu echtem oder Kunstleder. Aber eben nicht für alle Bereiche.
Der nächste ist bereits in Planung, schließlich hat der große E Interesse angemeldet, für seine Yu-Gi-Oh`s, seine Lieblingsstifte und weitere Schätze, die ein Junge seines Alters so sammelt.
 
 
Er ist nicht perfekt, aber ich liebe ihn trotzdem und finde ihn fast zu schade dafür, ihn einer dauerhaften Nutzung auszusetzen (er könnte ja darunter leiden).


Den Organizer habe ich selbst gebastelt, doch da muss ich noch etwas üben. Ich habe den Hinweis aus dem WWW befolgt und zur Polsterung einen Putzlappen (den ich exakt für diesen Zweck gekauft hatte) verwendet. Doch richtig glücklich bin ich damit nicht: Der Putzlappen ist schwerer als ein H630 oder H640, die Vliese, die ich üblicherweise für so etwas nehme.
 

Trotzdem finde ich ihn toll, meinen etwas schweren, störrischen neuen Begleiter an meiner Seite, und hoffe auf eine ganz lange gemeinsame Zeit.
 

Liebe Grüße
Heike

Bezugsquellen: Canvas "Bear Flight Mineral" von Eulenmeisterei
"SnapPap", das vegane Leder von Snaply
Schnitt: selbstgebastelt

linked: RUMS
ich näh Bio

Donnerstag, 5. November 2015

Aus Lieblingsstoff wird Lieblingsteil

wobei ich sagen muss, dass aus jedem Lieblingsstoff ein Lieblingsteil entsteht. Jedes Kleidungsstück, dass für meine Kinder und unter meinen Händen entsteht ist ein Herzensprojekt. Aus diesem Grund nähe ich am liebsten für sie.


Bei diesem Projekt war es allerdings etwas anders. Zum einen, weil ich mich an ein neues Schnittmuster gewagt habe, das ich nach meinen Vorstellungen abgeändert habe, und zum anderen ein überaus wertvoller Stoff zum Einsatz kam: ein HerzHerzensprojekt sozusagen. Da ich kein Risiko eingehen wollte, habe ich mir die Zeit genommen und vorher ein Probestück genäht für das ich mir einen schönen aber günstigen Strickstoff besorgt hatte. Das Probestück ist unvollendet geblieben, weil es für meinen Geschmack etwas zu eng geworden ist (so ist das, wenn frau ein Futter reinmacht, wo keins vorgesehen ist).


Das Thema mit dem Futter kam ganz schnell wieder auf, als ich den Vintage-Sweat in Händen hielt. Die Rückseite ist kuschelig weich, eine Sünde, dies durch ein Futter zu verbergen. Ich habe einige Zeit mit mir gerrungen, doch letztendlich habe ich mich für eine gefütterte Variante entschieden, einfach weil die Jacke dadurch mehr Stabilität und Stand bekommen würde.

 
Das Schöne an diesem Sweat ist seine melierte Struktur und die Farbe petrol schimmert an manchen Stellen dezent durch. Das passende Bündchen ist ebenfalls meliert, zugleich viel kräftiger im Farbton und passt perfekt. Leider ist der Stoff nur schwer zu fotografieren und sein zurückhaltender Charme nur schwerlich festzuhalten. So richtig verliebt habe ich mich erst nachdem ich ihn zum ersten Mal in Händen hielt, seine Haptik gespürt und ihn live GESEHEN habe.


Anders als im Schnittmuster vorgesehen, habe ich mich für eine umlaufende Streifenversäuberung entschieden, weil es besser zum geplanten Dufflecoat-Verschluss passen würde. Außerdem mag ich es lieber, wenn die Oberteile "fallen" können, und nicht durch ein Bündchen nach oben geschoppt werden.

 
Für die Streifenversäuberung habe ich vorher ein Saumband entlang der Kanten aufgebügelt, damit die Jacke in Form bleibt und mehr Stabilität erhält. 
 

Die Idee zu den gitarrenförmigen Dufflecoat-Verschlüssen kam mir ganz spontan und genau zu diesem Projekt. Die Verschlüsse sind aus dem neuen Wundermaterial SnapPap. Das "vegane Leder" oder "waschbare Papier", wie es auch genannt wird, passt perfekt für solche "Applikationen", weil es maschinenwaschbar ist. Eigentlich kann man so ziemlich alles damit anstellen, also ein sehr interessantes Material.
Der Reißverschluss hat mich etwas Nerven gekostet. Dank Stylefix zum fixieren ging es zwar ganz gut, aber das Jerseyfutter hat ein paar ungewollte Falten abbekommen.
 
 
Eigentlich war die Jacke schon einige Zeit fertig, das einzige, was fehlte, war eine passende BW-Kordel, die auch durch die Knebelknöpfe passen würde, und natürlich schönes Wetter (die Sonne wollte sich hier einfach nicht zeigen). Ohne Dufflecoat -Verschluss sah die Jacke so aus:

 
Eigentlich hätte man sie so lassen können, weil sie auch ohne ziemlich gut aussieht, aber die Gitarrenkorpusse waren bereits ausgeschnitten, die Knöpfe gekauft und die Kordel bestellt, alles abgestimmt auf diesen Vintage-Sweat und diese Jacke.
 
 

Als die Jacke dann endlich fertig war, zeigte sich just die Sonne, wenn das mal kein Zeichen ist?
Peterling liebt seine Jacke sehr. Die Dufflecoat-Verschlüsse haben es ihm besonders angetan. Er besteht darauf, sie immer zuzumachen, obwohl das aufgrund des Reißverschlusses nicht nötig wäre.
 

Dazu gab es einen Täschling 2.0, die Hose passt einfach zu allen Oberteilen, ist saubequem, cool und stylish, aber nicht affektiert und damit absolut kindgerecht. Noch ist die Kombi etwas groß, aber der nächste Wachstumsschub kommt bestimmt.


 


Den Vintage-Sweat von Lebenskleidung gibt es in mehreren schönen Farbstellungen mit passenden Bündchen dazu, und ich bin ernsthaft am Überlegen, mir auch so eine Jacke zu machen, einfach weil sie mir sooo gut gefällt.

Ich wünsche Euch ein schönes und kreatives Wochenende

Liebe Grüße
Heike

Bezugsquellen: Vintage-Sweat aus 100%BW und passendes Bündchen "petrol" in Bio-Qualität von Eulenmeisterei
Schnitte: "Huntsman" Ottobre 6/2013, abgewandelt
Hose: Täschling  2.0

linked: Kiddikram,
ich näh Bio

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