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Freitag, 29. September 2017

Die Königsklasse unter den Geheimlingen...

...ist das Hoodie-Modell C mit Knopfleiste und vorderen Paspeltaschen. Es ist zugegebenermaßen nicht ganz einfach oder schnell genäht, dafür aber sehr wirkungsvoll, um gerade bei einfachen und schlichten Stoffen, Akzente setzen zu können. Deshalb nennen wir das Modell C in Verbindung mit der Taschenvariante 3 (den Paspeltaschen) auch die Königsklasse, weil der Hoodie mit einigen anspruchsvollen Arbeitsschritten hergestellt wird.

 
Zugegeben, ich mache hier Werbung in eigener Sache, aber ich bin auch sehr stolz auf den Geheimling und all seinen Möglichkeiten. Insbesondere die Entwicklung der gedoppelten Kapuze mit Knopfleisten-Verschluss vorne, bei der man keine Naht im Nackenbereich sieht, war eine kleine Herausforderung.

 
Paspeltaschen sind auch nicht mal so schnell genäht, aber mit jeder Paspeltasche, die man arbeitet, geht es ein bisschen besser und schneller, und das Ergebnis ist einfach toll. Gerade dann, wenn man auf sonstigen Schnickschnack (Muster, Applikationen und Plottdateien) verzichten möchte, kann man damit ganz wunderbare Akzente setzen.
 
 
Die Fotos schlummern bereits seit Juli auf meiner Festplatte, doch war ich anfangs sehr enttäuscht von der Ausbeute und Qualität der Bilder. Irgendwie nichtssagend, trotz schöner ländlich-urbaner Location, von denen wir hier nicht wenig haben. Allerdings mag mein Fotoapparat nicht mehr so richtig mitmachen und Bilder mit sich bewegendem Motiv - wie beispielsweise einem Kind - lassen die nötige Schärfe missen, die gute Bilder ausmachen.

 
Die Hose ist ein ganz schneller, kurzer Täschling 2.0 aus einem wunderbar leichten Sommer-Jeans vom Holländischen Stoffmarkt.
 
Die Mütze ist mal wieder ein Käppling, aus butterweichem hochwertigem und nicht allzudünnem Flanell von Frau Tulpe.
Nach langem hin und her überlegen, habe ich beschlossen, die Arbeit am Ebook "Käppling" bis zum nächsten Jahr ruhen zu lassen und mich ganz dem Geheimling für große Kinder zu widmen. Das Kind wächst gerade in die kleinste Größe (140) rein, so daß ich nun auch mitnähen und nicht nur aufgrund von Fotos und Bewertungen meines Teams, Entscheidungen treffen kann. Das ist mir sehr wichtig, zu sehen, wie unterschiedliche Materialien sich bei ein und demselben Schnittmuster verhalten und die oft gegensätzlichen Meinungen meiner allerbesten Helferlein besser beurteilen zu können.





 
Ab einem gewissen Alter sind Musterstoffe nicht mehr cool, so daß ich froh bin, daß es Stoffe gibt, die für alle Altersklassen und Geschlechter gleichermaßen geeignet sind. Der verwendete Jersey von Albstoffe ist so ein Stoff, nennt sich "Knit Knit - Ministripes"  und ist aus der Serie "Into the wild" von Hamburger Liebe in der Farbe "anthrazit - weiß - schwarz".

 
Ich wünsche Euch eine schöne Zeit und bis bald

Liebe Grüße
Heike

Schnitte und Material:
Hoodie:"Geheimling", von Rabaukowitsch, Stoff "BIO Jacquard - Knit Knit - Ministripes" von Hamburger Liebe für Albstoffe
Kopfbedeckung: "Käppling" in Arbeit, Stoff  "Shetland-Flanell" von Frau Tulpe,
Hose: "Täschling 2.0", Stoff vom Holländischen Stoffmarkt

sowie Kordeln, Stoffreste, Ösen und Knöpfe aus meinem Fundus.

Freitag, 26. Mai 2017

Das Hummerballett...

... oder das 10. Kapitel aus Alice im Wunderland von Lewis Carroll auf Stoff verewigt.

Wer meinen Blog seit längerer Zeit folgt weiß, daß ich eine große Freundin von Alice im Wunderland bin. Meinen ersten Kontakt mit dieser Geschichte hatte ich bereits in jungen Jahren, beginnend mit einem lauten Knistern, welches die Plattenspielernadel gleich nach dem Aufsetzen auf die Schallplatte erzeugte.


Als junge Erwachsene begann ich mich, inspiriert von den Geschichten des britischen Autors Douglas Adams,  für die Chaostheorie zu interessieren. In  "Die Entdeckung des Chaos" von John Briggs und F. David Peat wird die Chaostheorie anhand von Textauszügen aus "Alice hinter den Spiegeln" sehr anschaulich erläutert und erklärt. Inzwischen haben sich meine Interessen gewandelt und wenn ich ehrlich bin, ist vieles, von dem was ich mir damals angelesen habe, in den weiten meines kleinen Hirn-Universums verloren gegangen.


Eigentlich wollte ich einfach nur einen maritimen Hoodie nähen, mit einem Hummer, der nicht als Mahlzeit präsentiert wird, sondern in einem anderen Kontext stehen sollte. Bei uns gab es nie Hummer oder Meeresfrüchte zu essen. Das hat viele Gründe, einer davon ist die Region in der wir aufgewachsen sind, die durch die räumliche Entfernung zum Meer, wenig Berührungspunkte mit den kulinarischen Spezialitäten der Küstenregionen hat.


Andererseits mag ich die Kriminalromane um Kommissar Dupin sehr, gerade auch weil es der Autor Jean-Luc Bannalec meisterlich versteht Land und Leute der Bretagne liebevoll zu beschreiben und eine Atmosphäre zu vermitteln, die richtig Lust auf die Bretagne macht. Das ist auch kein Wunder, zumal der Kommissar ein Genießer ist und sich oft und gerne die regionale Küche, bestehend aus Meeresgetier  aller Art,  einverleibt und diese regionalen Spezialitäten atmosphärisch und mit viel Hintergrundwissen beschreibt.  


Ich esse weder Hummer noch Austern (trotz Inspektor Dupin, der im Übrigen auch keine Austern mag), weshalb der Kontext für den Hoodie ein anderer sein musste. So fiel mir die "Lobster Quadrille" von Lewis Carroll aus Kindheitstagen wieder ein und ich beschloss das Motiv in diesen Bezug zu setzen.


Auf der Suche nach einem plotbaren Hummer bin ich auf einer von Aenni Lus Pinterest-Pinnwänden auf eine freie Grafik gestoßen, die mich sehr angesprochen hat. Ich selbst bin von  Pinterest etwas überfordert, freue mich aber, wenn ich von der Sammelleidenschaft anderer profitieren kann, wie in diesem Fall von Aenni.


Geheimling und Täschling 2.0 sind noch eine Nummer zu groß, aber da die Kinder so schnell wachsen, freue ich mich, daß wir noch ganz lange unsere Freude daran haben werden. Die maritime Kopfbedeckung erinnert an den traditionellen Elbsegler, ist aber - ich gebe es gerne zu - sehr freizügig interpretiert und kann sowohl aus Jersey als auch aus festen Stoffen genäht werden. Für jede Stoffart wird es ein extra Schnittmuster geben und wird derzeit zur Probe genäht. Die ersten Mützen dieser Art habe ich bereits zu Anfangszeiten auf meinem Blog gezeigt, und ich bin überrascht über die Entwicklung, die ich in den letzten Jahren gemacht habe. Alte Blogbeiträge zu lesen ist wie eine Zeitreise in ein anderes Jahrhundert zu veranstalten.


Nach Cheshire Cat und Lobster Quadrille könnte ich mir auch den Jabberwocky sehr gut als Motiv für ein Shirt vorstellen, mal sehen, ob ich alle Kapitel durchbekomme und irgendwann das ganze literarische Werk auf Kleidung verewigen werde.

 
Puhh, ein langer Blogbeitrag ist das geworden, aber es war auch eine lange Blogpause.
 
Ganz liebe Grüße
Heike

Schnitte und Material:
Hoodie:"Geheimling", Jersey vom Stoffmarkt und unis aus dem persönlichen Fundus

Hose: "Täschling 2.0", aus Jeans vom Stoffmarkt

Mütze: "Käppling" in Arbeit aus Flanell von Frau Tulpe

Vektorgrafik Hummer von hier, Schriftzug selbst erstellt

Freitag, 2. Dezember 2016

Maritimes Grau und Gelb, noch mehr Paspeltaschen

... und massiver Stoffabbau.

 
Als hätte ich irgendetwas nachzuholen, was mir in den letzten Wochen und Monaten abhanden gekommen ist. Ich brauche dringend Platz und bevor die ganzen schönen Stoffe nicht mehr "up to date" sind, muss dringend gehandelt werden. Das Kind bekommt neue Kleidung und die mütterlichen Stoffberge werden in verarbeiterter Form in Peterlings Kleiderschrank verlagert.
Stoffe bestellen, das geht immer, aber das abarbeiten erfolgt leider nicht immer zeitnah, und so kann es passieren, daß das Kind aus dem Motiv rausgewachsen ist, bevor es ein Kleidungsstück daraus bekommen hat.
 
 
Seit ich diesen Stoff in meiner Sammlung habe, hatte ich mehrere verschwommene Ideen dazu: Fische und andere Meeresbewohner, Piraten, einen Schatz oder ein U-Boot, in diese Richtung sollte es gehen.
Im Rahmen unseres "Nähblogger für Flüchtlinge"-Projekts hat Kayhuderfjaeril -  meine persönliche Hoodie-Queen - einen wunderschönen maritimen Hoodie beigesteuert, der mich letzendlich zu diesem Geheimling inspiriert hat.
 

Der Hummer ist nicht blau oder rot, sondern gelb einfach weil es die schönste Farbe ist, die man sich zu dem grauen Untergrund vorstellen kann. Das Motiv "Kelp Shroom" von Jay-Cyn Designs für birchfabrics stammt aus der Reihe "Beyond The Sea" und stellt einen Kelpwald dar, ein Ökosystem, das in den Uferzonen von Meeren der gemäßigten Breiten vorkommt.
 
 
Dazu gibt es einen Breitcord-Täschling mit diesen wahnsinnig eleganten und schicken RV/Paspeltaschen, die ich so sehr mag.
 
 
Die langen Kordeln sind aus sicherheitstechnischen Gründen nur mit ein paar wenigen Handstichen locker befestigt, ich bin gespannt, wie lange sie halten. Wenn sie abfallen, werde ich sie für einen Hoodie für mich persönlich verwenden, das ist bereits beschlossene Sache.
 

Wir haben an 2 Tagen vor drei verschiedenen Hintergründen Fotos gemacht, immer nur kurz, weil es mittlerweile doch etwas kalt geworden ist.
Alle Bilder musste ich stark nachbearbeiten, was sehr viel Zeit gekostet hat. Die braune Bretterwand ist so dunkel, daß die Automatik alles heller gemacht hat und kaum noch Details am Kind zu sehen waren. Einige Farben hat mein Fotoapparat einfach geschluckt.


Ganz anders war es vor dieser sehr hellen Wand, das Kind war so dunkel, daß ebenfalls kaum noch Details am Kind zu erkennen waren. Ich musste die Bilder so aufhellen, daß die Hauswand nun fast weiß erscheint.


Dazu kommt, daß meine Kamera, ein kleines aber teures Ding, einen enormen Blaustich in die Bilder zaubert, so daß ich auch da nachbessern musste.

 
Am besten sind die Bilder vor dieser braunen Wand geworden, doch leider war es schon so spät, und aufgrund mangelnder Belichtung sind viele Bilder einfach unscharf geworden.

 
Trotz der mageren Ausbeute an Bildern, habe ich beschlossen, es gut sein zu lassen und das Kind, auch wenn es kein einziges Mal protestiert oder gemault hat, nicht noch ein drittes Mal vor die Tür zu scheuchen.


Ich mag diese Kombi sehr.


 
Ich wünsche Euch einen besinnlichen zweiten Advent und

Liebe Grüße
Heike

Schnitte und Material:
Hoodie:"Geheimling" modifiziert, Stoff "Kelp shroom" von der Eulenmeisterei und unis aus dem persönlichen Fundus

Hose: "Täschling 2.0" modifiziert, aus Stretch-Breitcord von Karstadt

p.s. für alle, die auf den größeren Geheimling warten: er ist in Arbeit ;)

Samstag, 26. November 2016

Ich liebe Paspeltaschen...

... oder wie aus einer Abneigung Freundschaft wurde.


Paspeltaschen und ich, das ist so eine Geschichte für sich. Ich liebe sie sehr, weil Paspeltaschen ein Kleidungsstück unheimlich aufwerten. Taschen sind nützlich, um Dinge reinzutun und aufzubewahren oder seine Hände darin zu wärmen. Paspeltaschen sind zudem ziemlich edel, elegant und verbreiten einen luxuriösen Charme. Sie sind aufwändig in der Herstellung, erfordern ein sehr genaues Arbeiten und eine gewisses Maß an Geduld und Disziplin.


Slow Sewing !

 
Der Geheimling war dann so etwas, wie eine Selbsthilfemaßnahme aus der selbsterwählten Komfortzone rauszufinden und was Neues auszuprobieren. Und das nicht nur einmal, sondern immer wieder, bis ich ein Gefühl dafür bekam und jeder Handgriff (ohne Blick in die Anleitung) passte.
 
 
Ich habe mir viele Anleitungen angeschaut und versucht mich zurecht zu finden. Es gibt einseitige und zweiseitige Paspeltaschen und dann gibt es noch ganz viele Spielarten.

 
Versuch macht klug!
 
Als ich die Paspeltasche nach vielen Versuchen endlich begriffen und verinnerlicht hatte, habe ich mich an eine eigene Detail-Anleitung gesetzt und alles das eingearbeitet, was für mich fürs Verständnis wichtig war. Nach mehreren gefertigten Paspeltaschen bekommt man ein Gespür dafür, wie man die Stoffe am besten behandelt und welche Stoffe gut funktionieren. Und wenn alle Stricke reißen, dann gibt es immer noch die Pfuschverstecker, also applizierte Stoffdreiecke, die sehr dekorativ sind und in diesem Fall gar keinen Pfusch verstecken, sondern gewollt sind. 

 
Tja, und jetzt flutscht das nur noch so und ich wage zu improvisieren, wie hier an der Hose:  eine kombinierte Paspel-/Reißverschlusstasche, also mit echten Kordeln in der Paspel und dahinter ein Reißverschluss. Ich mag die Plastizität der Tascheneingriffe und die 3. Dimension, die sie durch die innenliegenden Kordeln erhalten haben.
Dafür habe ich am Täschling-Vorderteil etwas gebastelt, was ja ohne weiteres und problemlos funktioniert.


Und auch am Geheimling habe ich die Armpatch-Tasche modifiziert und anstelle einer RV-Tasche eine Paspeltasche genäht.
Das schöne am Nähen, wenn man es beherrscht ist, daß man aus einer Fülle an Techniken schöpfen kann und auf vielen Wegen ein Ziel erreichen kann.

 
Die Hose ist eigentlich eine kuschelige Drinnenhose, nur für die Fotos haben wir eine Ausnahme gemacht (Naja, anschließend ist Peterling damit auf die Pumptrack ein paar Runden mit seinen Kumpels drehen).


Der Hoodie hat sage und schreibe 3 Paspeltaschen und momentan sitze ich an zwei weiteren Hosen, die ebenfalls Paspeltaschen bekommen, wenn das nicht Liebe ist?
 

 
Auch an der Kapuze des Geheimlings  habe ich eine Kleinigkeit geändert. Indem ich die Vordere Mitte der Kapuze von Modell D an den Stoffbruch gelegt habe, ist eine neue Kapuzenvariante entstanden, die ganz einfach nachzumachen ist.


Die Aufgabe für Peter lautete, cool und lässig zu posieren, was ihm nur teilweise gelang. Die meiste Zeit hatte ich den Verdacht er übe sich im Gang für das "ministry of silly walks", einem Klassiker von Monty Python, hier als Sketch zu sehen.

 
Wir hatten viel Spaß



Ich wünsche Euch einen schönen ersten Advent und

Liebe Grüße
Heike

Schnitte und Material:
Hoodie:"Geheimling" modifiziert, Stoffe vom Holländischen Stoffmarkt.

Hose: "Täschling 2.0" modifiziert, aus Sweat designed bei Cherry Picking
 

Samstag, 15. Oktober 2016

Maritim und kuschelig im Herbst

So langsam wird es wirklich ungemütlich und an den Temperaturen spüre ich (Frostbeule), daß der Winter ganz nah ist. Der Sommer wirkt aber immer noch nach, und mir kommt es vor, als wäre es erst letzte Woche gewesen, als wir am warmen Ostseestrand unsere Fußabdrücke hinterlassen haben.

BBBbbbrrRRRrrrrrr !!!
 
 
Der maritime Look ist für mich immer mit Sommer verbunden, mit dem Meer und bunten Fischerbooten, die sanft auf den Wellen schaukeln.
Marineblau, himmelblau, meerblau, sandbeige und sonnengelb, das sind die Farben des Sommers. Dabei gibt es das - zumindest an den Küsten - 12 Monate oder 365 Tage im Jahr. Für uns Nichtküstenbewohner oder Landratten gibt es das maritime Feeling lediglich in den Sommerferien, wenn wir streßgeplagt und erholungssuchend an die Küsten strömen.
 
 
Vorneweg, es geht hier weder um die coole Beanie, noch um die verratzte Hose, die ein Erbstück des großen Bruders ist und nur für dieses Shooting angezogen wurde. Das Kind mag solche Hosen nicht sonderlich, weil sie meist unbequem sind und auch die Knöpfe nicht immer leicht zu Öffnen oder Schließen sind.
In diesem Beitrag geht es um den schicken maritimen Hoodie, ein weiterer Geheimling in der inzwischen gigantischen allerleikindlichen Sammlung. Der geringelte Stoff ist ein dehnbarer Sweat, der wunderbar weich, kuschelig und ideal für die kühlere Jahreszeit ist.
 
 
Bei diesem Geheimling handelt es sich um das Modell D, ein Hoodie mit vorne überkreuzter Kapuze (wegen des BBBbbbbRRRrrrr-Faktors), die den empfindlichen Hals/Brustbereich schön warm hält. Dieses Modell ist das einzige im Ebook beschriebene, bei dem die Hals- und Nackennaht offen auf der linken Seite zu sehen ist. Für alle anderen Modelle sind Techniken beschrieben, welche diese Naht kunstvoll versteckt. Alle Kapuzen werden laut Anleitung gedoppelt, das heißt mit Innenfutter hergestellt. Es ist aber auch möglich, die Kapuze einlagig herzustellen.
 
 
Paspeltaschen (Taschenvariante 3, wegen der Übung und dem professionellen Look), flutschen inzwischen ganz gut und ich muss gestehen, daß ich fast so etwas, wie Spaß daran gefunden habe diese anzufertigen.
 
 
Eine Kordel an der Kapuze (etwas Schnickschnack, weil es so viel hermacht), die ich zusätzlich an der Mittelnaht fixiert habe, damit das Kind nicht versehentlich irgendwo hängenbleibt, und eine ultimative und geheime Armpatch-Tasche.
 
 
Reißverschlüsse und Paspeltaschen herzustellen, gehörte vor dem Geheimling definitiv nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, und ich habe allergrößtes Verständnis für alle, die solche Ausführungen umgehen und vermeiden.
Doch wenn man sich mal überwunden hat, dann ist die Zufriedenheit und der Stolz auf die geleistete Arbeit sehr groß.
 

Ein kleiner Tipp am Rand, wenn Ihr ungeübt seid im Nähen so diffiziler Details, dann erfordert das ein hohes Maß an Konzentration. Das gelingt nicht, wenn der Kochtopf (nicht Kopftoch oder Topfkoch) auf dem Herd vor sich hinköchelt oder die Wäsche gebügelt und zusammengelegt in die Schränke weggeräumt und die Wohnung aufgeräumt werden muss.
Stellt sicher, daß Ihr ganz viel Zeit und Ruhe habt, die Anleitung zu studieren und die Arbeit fertigzustellen. Bei mir kommt hinzu, daß meine Konzentration bei Tageslicht am größten ist. Wenn es draußen dunkel ist, gelingen mir nur Arbeiten, die bereits Routine geworden und in Fleisch und Blut übergegangen sind.
 

 
 
Diese geheime Armpatch-Tasche birgt ein kleines Geheimnis, die Inspiration dazu lieferte Katharina von Radiokopf, die während des Probenähens eine ähnliche Idee gezeigt hatte. Der eingenähte Karabiner eignet sich sehr gut zur Befestigung eines Schlüssels oder eines Glücksbringers in Form eines Taschenbaumlers. Ihr habt bestimmt ganz viele Ideen dazu, für was diese Tasche oder der Karabiner noch gut sein könnte, oder? Kopfkino läuft...
 
 
Bindebänder aus Jersey habe ich eigentlich immer in mehreren Farben vorrätig und sind mit dem Schrägbandformer schnell hergestellt (eine Anleitung zur Herstellung ist im Täschling beschrieben).  
 
 
Der Hoodie ist mir ziemlich gelungen, was ich daran erkennen kann, daß ich den Geschmack des Großen getroffen habe, der auch gerne ein Exemplar sein Eigen nennen würde. Da ich mir selbst auch einen Geheimling (Modell A, TV 1) aus diesem Ringelsweat gebastelt habe, können wir bald zu dritt im Partnerlook auf die Piste gehen.
 
 
Habt ein schönes Wochenende und Liebe Grüße
Heike
 

 
Stoffe:
Jeansjersey von Lillestoff
Jersey "mosca artless" von Lila-Lotta für Lillestoff, erworben bei das hüpfende Komma
 
Schnittmuster "Geheimling":
Das Ebook zum Geheimling bekommt Ihr in der Eulenmeisterei und für außerdeutsche Kundinnen gibt es das Ebook ab sofort bei Alles für Selbermacher