Posts mit dem Label Applikationen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Applikationen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 2. Dezember 2016

Maritimes Grau und Gelb, noch mehr Paspeltaschen

... und massiver Stoffabbau.

 
Als hätte ich irgendetwas nachzuholen, was mir in den letzten Wochen und Monaten abhanden gekommen ist. Ich brauche dringend Platz und bevor die ganzen schönen Stoffe nicht mehr "up to date" sind, muss dringend gehandelt werden. Das Kind bekommt neue Kleidung und die mütterlichen Stoffberge werden in verarbeiterter Form in Peterlings Kleiderschrank verlagert.
Stoffe bestellen, das geht immer, aber das abarbeiten erfolgt leider nicht immer zeitnah, und so kann es passieren, daß das Kind aus dem Motiv rausgewachsen ist, bevor es ein Kleidungsstück daraus bekommen hat.
 
 
Seit ich diesen Stoff in meiner Sammlung habe, hatte ich mehrere verschwommene Ideen dazu: Fische und andere Meeresbewohner, Piraten, einen Schatz oder ein U-Boot, in diese Richtung sollte es gehen.
Im Rahmen unseres "Nähblogger für Flüchtlinge"-Projekts hat Kayhuderfjaeril -  meine persönliche Hoodie-Queen - einen wunderschönen maritimen Hoodie beigesteuert, der mich letzendlich zu diesem Geheimling inspiriert hat.
 

Der Hummer ist nicht blau oder rot, sondern gelb einfach weil es die schönste Farbe ist, die man sich zu dem grauen Untergrund vorstellen kann. Das Motiv "Kelp Shroom" von Jay-Cyn Designs für birchfabrics stammt aus der Reihe "Beyond The Sea" und stellt einen Kelpwald dar, ein Ökosystem, das in den Uferzonen von Meeren der gemäßigten Breiten vorkommt.
 
 
Dazu gibt es einen Breitcord-Täschling mit diesen wahnsinnig eleganten und schicken RV/Paspeltaschen, die ich so sehr mag.
 
 
Die langen Kordeln sind aus sicherheitstechnischen Gründen nur mit ein paar wenigen Handstichen locker befestigt, ich bin gespannt, wie lange sie halten. Wenn sie abfallen, werde ich sie für einen Hoodie für mich persönlich verwenden, das ist bereits beschlossene Sache.
 

Wir haben an 2 Tagen vor drei verschiedenen Hintergründen Fotos gemacht, immer nur kurz, weil es mittlerweile doch etwas kalt geworden ist.
Alle Bilder musste ich stark nachbearbeiten, was sehr viel Zeit gekostet hat. Die braune Bretterwand ist so dunkel, daß die Automatik alles heller gemacht hat und kaum noch Details am Kind zu sehen waren. Einige Farben hat mein Fotoapparat einfach geschluckt.


Ganz anders war es vor dieser sehr hellen Wand, das Kind war so dunkel, daß ebenfalls kaum noch Details am Kind zu erkennen waren. Ich musste die Bilder so aufhellen, daß die Hauswand nun fast weiß erscheint.


Dazu kommt, daß meine Kamera, ein kleines aber teures Ding, einen enormen Blaustich in die Bilder zaubert, so daß ich auch da nachbessern musste.

 
Am besten sind die Bilder vor dieser braunen Wand geworden, doch leider war es schon so spät, und aufgrund mangelnder Belichtung sind viele Bilder einfach unscharf geworden.

 
Trotz der mageren Ausbeute an Bildern, habe ich beschlossen, es gut sein zu lassen und das Kind, auch wenn es kein einziges Mal protestiert oder gemault hat, nicht noch ein drittes Mal vor die Tür zu scheuchen.


Ich mag diese Kombi sehr.


 
Ich wünsche Euch einen besinnlichen zweiten Advent und

Liebe Grüße
Heike

Schnitte und Material:
Hoodie:"Geheimling" modifiziert, Stoff "Kelp shroom" von der Eulenmeisterei und unis aus dem persönlichen Fundus

Hose: "Täschling 2.0" modifiziert, aus Stretch-Breitcord von Karstadt

p.s. für alle, die auf den größeren Geheimling warten: er ist in Arbeit ;)

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Kunst am Korb oder ein neues Gewand für meinen Reisenthel

und RUMS #6
 
 
Mein Reisenthel hat nun bereits etliche Jährchen auf dem Buckel und lange ist in mir der Wunsch gereift ihm ein neues Gewand zu verpassen. Alt, zerschlissen und in die Jahre gekommen war mein treuer Begleiter, nur das Gestell war noch einwandfrei. An Stoffen hätte es nicht gemangelt, sondern es lag vielmehr an der Angst davor, es in den Sand zu setzen und zu versauen.


Dann kamen immer wieder andere Projekte dazwischen, Ihr wisst, wie das ist.

 
Doch dann bekam ich die wunderbare Gelegenheit für die Eulenmeisterei einen Stoff zu vernähen, einen Canvas, der wie gemacht für dieses Vorhaben war, so daß aus dem Wunsch und der Notwendigkeit nach einem neuen Gewand endlich ein Projekt wurde:
 
Mein Reisenthel-Hack
 
 
Es ist eigentlich nicht mein Spezialgebiet.
 
Trotzdem ist das gelegentliche Nähen von Taschen oder Home-Accessoires ein schöner kreativer Ausgleich. Man kann sich austoben und Dinge ausprobieren, die an Kleidung - insbesondere an Jungskleidung - nicht möglich sind.


In diesem Fall hat mich dieser wunderschöne Canvas von Cloud9 zu einer "Fälschung" inspiriert. Schon immer haben mich die Bilder von Rene Magritte fasziniert, viel mehr als andere surrealistische Maler. Neben der Pfeife (die ich hier schon einmal auf Stoff gebracht habe) und dem Apfel sind Wolkenhimmel ein immer wiederkehrendes Element seiner Werke. Im Unterschied zum Originalbild "son of a man" fehlt das hinter einem Apfel versteckte Gesicht, so daß meine Fälschung eher einem anderen Bild von Magritte ähnelt, das "der Pilgrim" heißt. Aber ich mag es genau so, wie es ist.

 
Canvas ist für mich der ideale Stoff, wenn es darum geht Taschen, Kissen oder ähnliches aus dem Home-Deko-Bereich herzustellen.
 
 
 
Was habe ich daraus gelernt?
 
Das Angst-Projekt war eigentlich gar nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte, und ich würde es jederzeit wieder tun. Ich empfinde eine tiefe Befriedigung darüber, etwas erhalten und vor der Mülltonne bewahrt und Ressourcen geschont zu haben.

 
Habt eine schöne und besinnliche Adventswoche und
Liebe Grüße
Heike

Bezugsquellen: Canvas von Eulenmeisterei
Wachstuch von Farbenmix aus dem Fundus
 

linked : RUMS

Samstag, 15. Oktober 2016

Maritim und kuschelig im Herbst

So langsam wird es wirklich ungemütlich und an den Temperaturen spüre ich (Frostbeule), daß der Winter ganz nah ist. Der Sommer wirkt aber immer noch nach, und mir kommt es vor, als wäre es erst letzte Woche gewesen, als wir am warmen Ostseestrand unsere Fußabdrücke hinterlassen haben.

BBBbbbrrRRRrrrrrr !!!
 
 
Der maritime Look ist für mich immer mit Sommer verbunden, mit dem Meer und bunten Fischerbooten, die sanft auf den Wellen schaukeln.
Marineblau, himmelblau, meerblau, sandbeige und sonnengelb, das sind die Farben des Sommers. Dabei gibt es das - zumindest an den Küsten - 12 Monate oder 365 Tage im Jahr. Für uns Nichtküstenbewohner oder Landratten gibt es das maritime Feeling lediglich in den Sommerferien, wenn wir streßgeplagt und erholungssuchend an die Küsten strömen.
 
 
Vorneweg, es geht hier weder um die coole Beanie, noch um die verratzte Hose, die ein Erbstück des großen Bruders ist und nur für dieses Shooting angezogen wurde. Das Kind mag solche Hosen nicht sonderlich, weil sie meist unbequem sind und auch die Knöpfe nicht immer leicht zu Öffnen oder Schließen sind.
In diesem Beitrag geht es um den schicken maritimen Hoodie, ein weiterer Geheimling in der inzwischen gigantischen allerleikindlichen Sammlung. Der geringelte Stoff ist ein dehnbarer Sweat, der wunderbar weich, kuschelig und ideal für die kühlere Jahreszeit ist.
 
 
Bei diesem Geheimling handelt es sich um das Modell D, ein Hoodie mit vorne überkreuzter Kapuze (wegen des BBBbbbbRRRrrrr-Faktors), die den empfindlichen Hals/Brustbereich schön warm hält. Dieses Modell ist das einzige im Ebook beschriebene, bei dem die Hals- und Nackennaht offen auf der linken Seite zu sehen ist. Für alle anderen Modelle sind Techniken beschrieben, welche diese Naht kunstvoll versteckt. Alle Kapuzen werden laut Anleitung gedoppelt, das heißt mit Innenfutter hergestellt. Es ist aber auch möglich, die Kapuze einlagig herzustellen.
 
 
Paspeltaschen (Taschenvariante 3, wegen der Übung und dem professionellen Look), flutschen inzwischen ganz gut und ich muss gestehen, daß ich fast so etwas, wie Spaß daran gefunden habe diese anzufertigen.
 
 
Eine Kordel an der Kapuze (etwas Schnickschnack, weil es so viel hermacht), die ich zusätzlich an der Mittelnaht fixiert habe, damit das Kind nicht versehentlich irgendwo hängenbleibt, und eine ultimative und geheime Armpatch-Tasche.
 
 
Reißverschlüsse und Paspeltaschen herzustellen, gehörte vor dem Geheimling definitiv nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, und ich habe allergrößtes Verständnis für alle, die solche Ausführungen umgehen und vermeiden.
Doch wenn man sich mal überwunden hat, dann ist die Zufriedenheit und der Stolz auf die geleistete Arbeit sehr groß.
 

Ein kleiner Tipp am Rand, wenn Ihr ungeübt seid im Nähen so diffiziler Details, dann erfordert das ein hohes Maß an Konzentration. Das gelingt nicht, wenn der Kochtopf (nicht Kopftoch oder Topfkoch) auf dem Herd vor sich hinköchelt oder die Wäsche gebügelt und zusammengelegt in die Schränke weggeräumt und die Wohnung aufgeräumt werden muss.
Stellt sicher, daß Ihr ganz viel Zeit und Ruhe habt, die Anleitung zu studieren und die Arbeit fertigzustellen. Bei mir kommt hinzu, daß meine Konzentration bei Tageslicht am größten ist. Wenn es draußen dunkel ist, gelingen mir nur Arbeiten, die bereits Routine geworden und in Fleisch und Blut übergegangen sind.
 

 
 
Diese geheime Armpatch-Tasche birgt ein kleines Geheimnis, die Inspiration dazu lieferte Katharina von Radiokopf, die während des Probenähens eine ähnliche Idee gezeigt hatte. Der eingenähte Karabiner eignet sich sehr gut zur Befestigung eines Schlüssels oder eines Glücksbringers in Form eines Taschenbaumlers. Ihr habt bestimmt ganz viele Ideen dazu, für was diese Tasche oder der Karabiner noch gut sein könnte, oder? Kopfkino läuft...
 
 
Bindebänder aus Jersey habe ich eigentlich immer in mehreren Farben vorrätig und sind mit dem Schrägbandformer schnell hergestellt (eine Anleitung zur Herstellung ist im Täschling beschrieben).  
 
 
Der Hoodie ist mir ziemlich gelungen, was ich daran erkennen kann, daß ich den Geschmack des Großen getroffen habe, der auch gerne ein Exemplar sein Eigen nennen würde. Da ich mir selbst auch einen Geheimling (Modell A, TV 1) aus diesem Ringelsweat gebastelt habe, können wir bald zu dritt im Partnerlook auf die Piste gehen.
 
 
Habt ein schönes Wochenende und Liebe Grüße
Heike
 

 
Stoffe:
Jeansjersey von Lillestoff
Jersey "mosca artless" von Lila-Lotta für Lillestoff, erworben bei das hüpfende Komma
 
Schnittmuster "Geheimling":
Das Ebook zum Geheimling bekommt Ihr in der Eulenmeisterei und für außerdeutsche Kundinnen gibt es das Ebook ab sofort bei Alles für Selbermacher

Montag, 4. April 2016

"Keep calm and smile ...

... like a chesire cat."
 
 
Ja, es gibt eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Shirt des letzten Posts: das Schnittmuster und auch diesmal habe ich einen wundervoll melierten Jersey von Swafing verwendet, allerdings in einer anderen Farbstellung.
  

Und auch die Applikation ist nicht neu, die habe ich hier schon einmal gezeigt. Und ich muss zu meiner Schande gestehen, dass auch die Hose ein alter Hut ist. Eine komplett neue Kombi aus dem Ärmel zu schütteln ist derzeit nicht drin, also greife ich auf altbewährte Lieblingshosen zurück.

 
Um Euch und uns nicht zu sehr mit ollen Kamellen zu langweilen, habe ich diesmal kein Zitat von Lewis Carrolls'  Grinsekatze ausgesucht, sondern ein Spruch, den man auf vieles anwenden kann.
 

Könnt Ihr ihn erkennen?
 

In goldenen Buchstaben auf ein elfenbeinfarbenes meliertes Shirt gebügelt:
 
 
"Keep calm
und smile like a
chesire cat"
 
 
Für mich eine Lebensweisheit und gerade in diesen Zeiten zum Lebensmotto geworden. Ohne näher darauf eingehen zu wollen, aber wer auf Facebook unterwegs ist, weiß wovon ich spreche.
Glücklicherweise gibt es auch andere Kommunikationstechniken und Menschen in meinem Leben 1.0, die gewaltfrei miteinander kommunizieren.
 

 
Habt eine schöne Woche mit inspirierenden Gesprächen und

Liebe Grüße
Heike

Schnitte und Material:
Shirt: "streng Geheimling" in Planung,
melierte Jerseys "Jaro" von Swafing
Hose: "Täschling 2.0"
 
 
Edit: wenn man ein Wort 5 x  geschrieben liest, prägt es sich so ins Gedächtnis, auch wenn es falsch geschrieben ist. Es muss natürlich Cheshire Cat heißen. 

Donnerstag, 17. März 2016

"Du solltest dem Kind mal ordentliche Jeans kaufen ...

es muss ja nicht immer wie's Kaschperle rumlaufen!"
 
Tja, da hat der Papa die Rechnung ohne das Kind gemacht, denn das Kind weigert sich nach 2 Jeanstagen diese weiterhin zu tragen, weil sie sooo unbequem sind.
 
Recht hat das Kind!
 
 
Kleidung muss bequem sein, jede Bewegung mitmachen und darf nicht einengen. Schon Pippi Langstrumpf wusste - zumindest was ihre Schuhe betraf - dass sie nur deswegen so groß seien, damit sie mit den Zehen wackeln konnte.
 

Weil ich die Hose bereits hier vorgestellt habe, fasse ich mich kurz: Ich halte meinen Stil für schlicht aber doch besonders, und halte mich was Farben und Formen angeht sehr zurück.

 
Ein Kasper sieht anders aus!!!
 

Ob Peterling da mit einer Jeans hochgekommen wäre?


 
Der eigentliche Anlass dieses Blogbeitrages ist das Shirt: Ich stecke mitten in einem neuen Projekt, in dessen Rahmen dieses Shirt entstanden ist. Und wie Ihr sicher unschwer erkennen könnt, fällt es mir nicht leicht auf diversen, aussagekräftigen aber schlichten Zierrat zu verzichten.
 

 
Auch wenn das Kind mittlerweile das Gitarrenspiel aufgegeben und sich neu orientiert hat, besitzt dieses Instrument immer noch einen großen Stellenwert.
 
 
Der Gitarrenkorpus ist appliziert, Hals, Kopf und Peterling auf Flexfolie geplottet und aufgebügelt.
 
 
 
Ich wünsche Euch ein schönes und frühlingshaftes Wochenende

Liebe Grüße
Heike

Schnitte:
Shirt:"streng Geheimling" in Planung, melierter Jersey "Jaro" von Swafing
Hose: "Täschling 2.0"